Jahrestagung in Potsdam

Jahrestagung der Jugendschutzsachverständigen der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK und der Prüferinnen und Prüfer bei der FSF vom 18. - 19. Mai 2011


Dr. Martina Münch2011 feiert die Stadt Potsdam mit zahlreichen Veranstaltungen das "Jahr des Films". Vor hundert Jahren entstanden die ersten Produktionsstätten in Babelsberg. 1912 wurde hier der erste Film gedreht. Der Medienstandort Babelsberg hat nicht nur eine wechselvolle Vergangenheit, er ist Legende. 100 Jahre Filme, Glanz und Kunst. Aber auch 100 Jahre Aufbau einer leistungsfähigen Film-Industrie.

Potsdam ist zu Recht in aller Munde, wenn es um große Filme geht, denn hier werden Träume produziert: über 300 Filme pro Jahr, u. a. SONNENALLEE, DAS WEISSE BAND, DER VORLESER und INGLORIOUS BASTERDS. 

Filme und Filmsequenzen sind allgegenwärtig; ob im Kino oder im Fernsehen, auf Großleinwänden oder dem Handydisplay. Die technische Entwicklung ist rasant: HD plus, Blu-ray und 3-D-Technik versprechen neue Seherlebnisse, Surroundsysteme den perfekten Ton. Das Herunterladen von Filmen aus dem Internet funktioniert wie das Surfen mittels Smartphone problemlos, Hybridgeräte verbinden Internet und Fernsehen. Die Medien wachsen zusammen – und diese mediale Konvergenz ist bei den kindlichen und jugendlichen Nutzern zuerst angekommen.

Wie Kinder sich in der modernen Medienwelt gefahrlos bewegen können, welche Wirkungen neue Techniken und Nutzungsweisen mit sich bringen und welche gesetzlichen Regelungen in der Zukunft gelten sollen, sind vor diesem Hintergrund drängende Fragen, die auf der gemeinsamen Jahrestagung der FSK und der FSF in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF), einer der modernsten Filmhochschulen Europas, diskutiert werden.

Was mit Träumen auf Zelluloid begann, ist eng verbunden mit Fragen des Jugendmedienschutzes – einem Gut von Verfassungsrang. Die technische Entwicklung und die Konvergenz der Medien stellen den Jugendschutz vor neue Herausforderungen: Wie befähigen wir junge Menschen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen? Auch diese Fragen sind Teil des Diskurses über einen modernen Jugendmedienschutz.

Dr. Martina Münch
Ministerin für Bildung, Jugend und Sport

Programm als PDF-Download
Jahrestagung 2011

Jahrestagung FSK FSF 2011

Fotos: Frank Röhrer, Landesfilmdienst Thüringen e.V.
 
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