Freigabebegründung

We need to talk about Kevin, GB 2011
we needDas Drama erzählt von einer verzweifelten, von Schuldgefühlen gebeugten Frau und fächert in Rückblenden die Vorgeschichte auf: eine katastrophal verlaufende Familiengeschichte, in der der Sohn Kevin sich immer mehr zu einem kalten Sadisten entwickelt, bis er schließlich eine unfassbare Tat begeht. Unter Verwendung von Motiven aus dem Horrorgenre bleibt die Inszenierung stets in der Perspektive der traumatisierten Mutter und lässt viele Fragen offen. Die Bilder sind dabei oft bedrückend und alptraumhaft gestaltet, doch die schrecklichen Ereignisse werden stets mehr angedeutet als abgebildet. 16-Jährige Jugendliche können sich von der ausweglosen Atmosphäre des Films und dem psychologischen Spannungsgehalt ausreichend distanzieren. Auch die Darstellung des Kevin, der in seiner Grausamkeit rätselhaft bleibt, können sie vor dem Hintergrund ihrer Medienerfahrung hinterfragen. Deshalb erschließt sich ihnen die Reflexion des Films über das Böse und die Schicksalhaftigkeit von Ereignissen, ohne dass ein Nachahmungspotenzial bestünde. Auch die Gefahr einer Ängstigung kann bei dieser Altersgruppe ausgeschlossen werden.
FSK ab 16FSK ab 16 freigegeben, feiertagsfrei


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