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Freigabebegründungen

Kinostart am 21.02.2019

Can you ever forgive me?, USA 2018
Filmplakat: Can you ever forgive me?
Biographisches Drama über eine Journalistin, deren beste Zeit vorbei ist. Um ihr Einkommen aufzubessern, beginnt sie mithilfe eines Freundes, Briefe berühmter, bereits verstorbener Persönlichkeiten zu fälschen und zu verkaufen. Die Geschichte konzentriert sich auf die egozentrische und misanthropische Hauptfigur und ist ruhig und humorvoll erzählt. Kindern bieten Setting und Figuren, die weit von ihrer Lebenswirklichkeit entfernt sind, kaum Anknüpfungspunkte oder Identifikationsmöglichkeiten. Daher entfaltet die beiläufige Darstellung von Alkohol- und Drogenkonsum für sie keine Faszination. Die kriminellen Umtriebe werden in einleuchtender Weise als falsch eingeordnet und verurteilt, weshalb auch sie keine beeinträchtigende Wirkung entfalten. So können schon Kinder im Vorschulalter den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Cicero (2019), TR 2019
Filmplakat: Cicero (2019)
Historiendrama über einen türkischen Spion für Nazi-Deutschland, der als Diener beim britischen Botschafter in Ankara geheime Dokumente fotografiert und weiterreicht – bis sein Treiben eine ungeahnte Wendung nimmt. Der Film inszeniert mit einer historisierenden Rahmung eine verwickelte Geschichte mit diversen Handlungssträngen. Einzelne Darstellungen von Gewalt können dabei Kinder unter 12 Jahren überfordern, doch ab 12-Jährige sind in der Lage, diese in den Kontext einzuordnen und sich auszureichend zu distanzieren. Das jederzeit deutliche historische Setting sowie ruhige Passagen und die in ihrer filmischen Gestaltung leicht zu entschlüsselnde Melodramatik bieten dieser Altersgruppe ausreichend Entlastung, sodass keine ängstigende oder desorientierende Wirkung zu befürchten ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Der Goldene Handschuh, D 2019
Filmplakat: Der Goldene Handschuh
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Der verlorene Sohn, USA 2018
Filmplakat: Der verlorene Sohn
Drama über einen 19-Jährigen im Süden der USA, der wegen seiner Homosexualität von den Eltern zu einer Konversionstherapie gedrängt wird. Im Camp leidet er schwer unter den Umerziehungsversuchen – bis er beginnt, Widerstand zu leisten. Der Film ist einfühlsam und überwiegend ruhig erzählt und konzentriert sich auf seine unsichere, zerrissene Hauptfigur. Die über weite Strecken beklemmende Atmosphäre kann im Zusammenspiel mit der Darstellung einer Vergewaltigung sowie der grausamen „therapeutischen“ Maßnahmen Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. Ab 12-Jährige sind aber aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Ruhige und harmonische Momente sowie das ermutigende Ende mit der Botschaft, die eigene Identität anzunehmen und für sie einzustehen, geben dieser Altersgruppe genug Orientierung, sodass sie den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten kann.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Die Schneekönigin: Im Spiegelland, RUS 2018
Filmplakat: Die Schneekönigin: Im Spiegelland
Vierter Teil der russischen Animationsfilm-Reihe: Der mächtige König Harald verbietet in seinem Reich jegliche Magie, da er durch den Zauber der Schneekönigin fast seine Familie verloren hat. Jeder, der magische Kräfte besitzt, wird in das Spiegelland verbannt – so auch die Familie der jungen Gerda. Um ihre Familie zu befreien, begibt das Mädchen sich auf eine abenteuerliche Reise, wobei sie sogar Hilfe von der Schneekönigin bekommt. Der märchenhafte Film ist bunt gestaltet und hat eine starke, positive Hauptfigur, die Zuschauer im Grundschulalter sicher durch die Handlung führt. Vor allem gegen Ende gibt es vermehrt spannende und dramatische Szenen, aber auch diese bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder ab 6 Jahren nicht überfordert. Darüber hinaus trägt auch das Happy-End zur Entlastung bei.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Mein Bester & Ich, USA 2018
Filmplakat: Mein Bester & Ich
Komödie über einen auf Bewährung aus der Haft entlassenen Kleinkriminellen, der einen Job als Lebenshelfer eines alternden, querschnittgelähmten Milliardärs annimmt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelt sich zwischen den ungleichen Männern eine besondere Freundschaft. Der Film hat eine positive und heitere Grundatmosphäre. Er behandelt Themen wie Freundschaft und Lebensmut, aber auch das Leid eines Querschnittsgelähmten und den Kampf eines entlassenen Straftäters um soziale Anerkennung. Dies geschieht in einer Weise, die Kinder ab 6 Jahren nicht überfordert. Sie sind fähig, der Geschichte zu folgen und die diversen Themen zu verstehen. In einer Szene wird ein Joint konsumiert, wobei aber die medizinische Wirkung der Droge klar im Vordergrund steht, sodass eine negative Vorbildwirkung nicht zu befürchten ist. Sehr vereinzelt gibt es sanft dramatische Szenen, die aber stets schnell und positiv aufgelöst werden. Beeinträchtigungen lassen sich daher bei Kindern ab dem Grundschulalter ausschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Nobody's Fool, USA 2018
Filmplakat: Nobody's Fool
Komödie über eine frisch aus dem Gefängnis entlassene, temperamentvolle junge Frau, die glaubt, dass die romantische Online-Bekanntschaft ihrer Schwester ein gefährlicher Betrüger ist. Fortan versucht sie, ihre Schwester mit allen Mitteln zu schützen. Der Film ist turbulent erzählt und hat eine helle, freundliche Atmosphäre. Kinder ab 12 Jahren können der Geschichte um allerlei amouröse Irrungen und Wirrungen problemlos folgen. Häufig kommt es zu vulgärer und sexualisierter Sprache, aber dies kann von Zuschauern ab 12 Jahren in den Kontext der überdrehten Komödienhandlung voller Klamauk eingeordnet werden, die nichts mit ihrer eigenen Lebenswelt zu tun hat. Eine desorientierende Vorbildwirkung oder anderweitige Beeinträchtigungen sind daher nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

VICE - Der zweite Mann, USA 2018
Filmplakat: VICE - Der zweite Mann
Politsatire über den Werdegang von Dick Cheney, der während der Präsidentschaft von George W. Bush Vizepräsident der Vereinigten Staaten ist. Schwerpunkt der Handlung sind die politischen Folgen des 11. September 2001. Mithilfe eines Erzählers und diverser, teils auch irritierender Stilmittel und mit vielen Zeitsprüngen zeichnet der Film ein abgründiges Bild der Politik und ihrer Akteure, präsentiert dies aber mit beißendem Humor. Für Kinder stellen das teils rasante Erzähltempo und die historischen Zusammenhänge eine Herausforderung dar. So können die Darstellung von Kriegsgeschehen und Folter sowie einzelne Bilder eines Unfall oder einer Operation kleinere Kinder überfordern. 12-Jährige sind auf der Basis ihres Wissens und ihrer Medienerfahrung bereits in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Die auffällige Stilisierung sowie der Humor sorgen bei dieser Altersgruppe zudem für ausreichend Entlastung, sodass sie den Film ohne Überforderung verarbeiten kann.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 14.02.2019

Alita Battle Angel, USA 2019
Filmplakat: Alita Battle Angel
In ferner Zukunft spielender Science-Fiction-Film über einen weiblichen Cyborg namens Alita, der nach seiner Verschrottung von einem Wissenschaftler wieder zusammengesetzt wird. Dabei entdeckt Alita ihre außergewöhnliche Kampf-Begabung und nimmt schließlich an einem Wettkampf teil, bei dem sich Cyborgs gegenseitig zerstören. Der Film ist sehr bildgewaltig inszeniert und enthält eine Vielzahl rasanter Action- und Kampfszenen. Dabei werden Cyborgs zerstört oder ihnen werden die mechanischen Körperteile abgetrennt. Diese Szenen sind teilweise durchaus intensiv, aber von einer emotionalen Überforderung ist bei Zuschauern ab 12 Jahren nicht auszugehen: Kinder ab diesem Alter können die Geschehnisse in den Kontext der vollkommen irrealen, comichaft überzeichneten Science-Fiction-Geschichte einordnen und eine emotionale Distanz wahren. Zudem wird Gewalt nicht befürwortet oder gar verherrlicht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Club der roten Bänder - Wie alles begann, D 2019
Filmplakat: Club der roten Bänder - Wie alles begann
Kinofilm zur gleichnamigen TV-Serie über sechs Jugendliche, die sich auf der Jugendstation eines Krankenhauses kennen lernen und anfreunden. Der Film erzählt die Vorgeschichten der einzelnen Charaktere. Er behandelt dabei zwar ernste und traurige Themen wie Krankheit, Amputation, Tod, Magersucht und Mobbing, dies geschieht jedoch auf eine sehr sensible und behutsame Weise, die Kinder im Grundschulalter nicht überfordert. Die Grundstimmung des Films ist nicht bedrückend, sondern lebensbejahend und optimistisch; auch das Krankenhaus wird als heller und freundlicher Ort gezeigt. Leid wird nicht ausgespielt und keiner der Jugendlichen bleibt mit seinen Problemen alleine. Die starken Hauptfiguren führen Zuschauer ab 6 Jahren sicher durch den Film, und die fröhlichen Szenen sowie das überzeugend ausgearbeitete Freundschaftsthema bieten ihnen genug Entlastungsmöglichkeiten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Die Blüte des Einklangs, J/F 2018
Filmplakat: Die Blüte des Einklangs
Drama über eine französische Journalistin, die auf der Suche nach einer Heilpflanze nach Japan reist und dort am Ort ihrer ersten Liebe mit Erinnerungen und Visionen konfrontiert wird. Die mystische Geschichte ist betont ruhig, einfühlsam und poetisch, mit zahlreichen Rückblenden und schönen Landschaftsaufnahmen erzählt und kreist um philosophische Themen wie Zeit und Vergänglichkeit. Da die Inszenierung keine düsteren oder drastischen Elemente aufweist und auch einzelne erotische Szenen sehr zurückhaltend und harmonisch inszeniert sind, sind bereits Kinder im Vorschulalter in der Lage, den Film ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten, auch wenn sich ihnen die Handlung noch nicht erschließt.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Happy Deathday 2U, USA 2018
Filmplakat: Happy Deathday 2U
Horrorkomödie über eine Studentin, die mit ihren Freunden in eine tödliche Zeitschleife gerät, bei der ein Freund von ihr immer wieder ermordet wird. Um den Fluch zu beenden, muss sie die Identität des Mörders lüften, der eine unheimliche Babymaske trägt. Der Film enthält einige Spannungsszenen und Schockmomente, bei denen es teilweise auch zu drastischerer Gewalt kommt. Diese Szenen werden jedoch durch schwarzen Humor deutlich abgemildert und sind für Zuschauer ab 12 Jahren als Teil einer makabren, ironisch übertriebenen Horrorkomödie erkennbar; dadurch fällt es ihnen leicht, eine angemessene Distanz zu wahren. Auch tragen teils klaumaukhafte Szenen zur Entlastung bei und lassen das Spiel mit Horrofilm-Klischees erkennen. Aus diesen Gründen ist eine Beeinträchtigung bei Kindern ab 12 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Luft, D 2017
Filmplakat: Luft
Mischung aus Liebesdrama und Entwicklungsgeschichte über zwei 17-jährige Schülerinnen, die sich ineinander verlieben; die eine ist eine schüchterne Außenseiterin, die andere gibt sich selbstbewusst und rebellisch, versteckt dahinter aber auch die Trauer über den Tod ihrer Mutter. Der Film ist ruhig und undramatisch inszeniert. Zuschauer ab 12 Jahren sind fähig, der Geschichte zu folgen und die thematisierten Probleme (z.B. Mobbing, Trauer) angemessen zu verarbeiten. Eine Partyszene, in der Drogen konsumiert werden, sowie eine Szene mit einer lebensgefährlichen Mutprobe können von Kindern ab 12 Jahren in den Kontext der Erzählung eingeordnet und kritisch hinterfragt werden; eine negative Vorbildwirkung ist nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Sweethearts, D 2019
Filmplakat: Sweethearts
Gaunerkomödie über eine allein erziehende Mutter, die aus Geldnot einen Juwelierladen überfällt. Dabei nimmt sie eine Frau als Geisel und flüchtet – nicht ahnend, dass ihre Geisel zu Panikattacken und hysterischen Anfällen neigt. Dennoch entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere Freundschaft. Der Film hat ein leicht verständliches Gut-Böse-Schema und wechselt dramaturgisch zwischen rasanten und ruhigen, besinnlichen Szenen. Vereinzelt kommt es zu sexualisierter Sprache, die aber stets von negativen Figuren ohne Vorbildfunktion ausgeht. Es gibt mehrere gewalthaltige Szenen, die aber durch Humor gebrochen und abgemildert werden. Kinder ab 12 Jahren sind fähig, den Film als überzogene Gaunerkomödie zu erkennen und eine entsprechende Distanz von den Geschehnissen zu wahren. Beeinträchtigungen lassen sich ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



 
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