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Freigabebegründungen

Kinostart am 13.02.2020

Agir Romantik, TR 2020
Filmplakat: Agir Romantik
Komödie über eine junge, behütet aufgewachsene Frau, die sich nach ihrem Märchenprinzen sehnt. Eines Tages glaubt sie ihn gefunden zu haben und verliebt sich – nicht ahnend, dass ihr Traummann eine sehr dunkle, kriminelle Seite hat. Die Geschichte ist weitgehend ruhig und einfühlsam erzählt. Gut und Böse sind klar unterschieden. Die dargestellte Gangsterwelt bietet dabei kaum Identifikationsanreize. Stattdessen betont der Film die Wichtigkeit von Recht und Gesetz. Trotzdem können die teils düstere Atmosphäre und einzelne bedrohliche Szenen Kinder unter 12 Jahren überfordern. Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren bietet die Inszenierung mit einzelnen musikalischen sowie humoristischen Momenten und ruhigen Passagen genug emotionalen Halt und Entlastung, sodass diese Altersgruppe den Film ohne Überforderung verarbeiten kann.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

BOMBSHELL Das Ende des Schweigens, USA 2019
Filmplakat: BOMBSHELL Das Ende des Schweigens
Das Drama rekonstruiert den Skandal um Fox-News-Chef Roger Ailes und erzählt, wie mehrere Frauen nach jahrelanger sexueller Belästigung beschließen, ihren Vorgesetzten zur Rechenschaft zu ziehen. Die Geschichte ist temporeich, dialogorientiert und atmosphärisch dicht erzählt, wobei immer wieder Twitter-Posts oder auch direkte Ansprachen ans Publikum die Handlung zuspitzen. Kinder unter 12 Jahren können von einigen bedrohlichen Momenten innerhalb der komplexen Handlung und der teils expliziten Sprache irritiert und überfordert werden. Doch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf der Basis ihrer kognitiven Entwicklung und Medienerfahrung in der Lage, die vielschichtige Handlung zu entschlüsseln. Sie können die stets zurückhaltend inszenierten Darstellungen sexueller Gewalt dem Kontext zuordnen und sich ausreichend distanzieren. Auch wegen des letztlich positiven Ausgangs des Films besteht für diese Altersgruppe keine Gefahr einer Überforderung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Karakomik Filmler 2, TR 2020
Filmplakat: Karakomik Filmler 2
Die Komödie erzählt zwei voneinander unabhängige Geschichten: In der ersten Erzählung kommt ein Taxifahrer nur durch ein dramatisches Ereignis der Angebeteten näher. Die zweite Geschichte handelt von einem Talentwettbewerb und einem Mann, der sich endlich als Tänzer beweisen will. Die Geschichten sind mit zahlreichen Überzeichnungen, wie bspw. auf der Ebene der Figuren, sowie teils derbem und überspitzem Humor erzählt. Einzelne gewalthaltige Momente und die immer wieder homophob geprägte Sprache können Kinder unter 12 Jahren irritieren, da sie diese Aspekte noch nicht einordnen können. Auch die verzerrte Darstellung einer psychiatrischen Einrichtung kann desorientierend wirken. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind aber in der Lage, die Übertreibungen zu entschlüsseln und problematische Aussagen den Figuren zuzuordnen, sodass sie sich ausreichend distanzieren können. Eine emotionale Überforderung oder Desorientierung ist für sie auszuschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

KILL ME TODAY, TOMORROW I'M SICK, D 2018
Filmplakat: KILL ME TODAY, TOMORROW I'M SICK
Die Tragikomödie erzählt von der Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation im Kosovo kurz nach dem Krieg. Während die verschiedenen Ethnien immer noch voller Hass aufeinander sind, geraten die Helfer an ihre moralischen Grenzen. Der Film ist episodenhaft erzählt und vereint eine realistisch wirkende Erzählweise mit komischen bis absurden Momenten. Gut und Böse sind dabei klar erkennbar, hinter zynischer Haltung betont der Film letztlich Menschlichkeit und Kooperation. Das bedrückende Setting, der abgründige Humor und einzelne drastische Gewaltdarstellungen können Kinder unter 16 Jahren irritieren und emotional überfordern. 16-Jährige sind in der Lage, die Haltung des Films zu entschlüsseln und sich ausreichend von den düsteren und harten Aspekten zu distanzieren. Ihnen ermöglicht die Inszenierung, das Geschehen und den realen Hintergrund eigenständig zu reflektieren und zu bewerten. Eine Beeinträchtigung ist für 16-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

La Gomera - Verpfiffen und Verraten, RO/F/D 2019
Filmplakat: La Gomera - Verpfiffen und Verraten
Thriller über einen korrupten Polizisten, der sich mit der Mafia eingelassen hat. Als er auffliegt, flüchtet er nach La Gomera und lernt dort die Pfeifsprache der Inselbewohner, um unbemerkt mit seinen kriminellen Kontaktleuten kommunizieren zu können. Der Film ist ruhig inszeniert und erzählt seine Geschichte in einer komplex verschachtelten Weise. Gegen Ende gibt es vereinzelt auch drastischere Gewaltszenen, die jedoch kurz gehalten sind und im Kontext der Gesamthandlung nicht überfordernd auf Jugendliche ab 16 Jahren wirken. Zudem bieten die vielen ruhigen Passagen sowie der stellenweise ironische Humor genug Gelegenheit zur Entlastung.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Parasite, ROK 2019
Filmplakat: Parasite
Gesellschaftskritische, satirische Tragikomödie über eine arme Familie in Korea, die skrupellos ihre Beziehung zu einer wohlhabenden Familie ausnutzt, um ihrer eigene Situation zu verbessern. Als der Schwindel aufzufliegen droht, greift die Familie zu drastischeren Mitteln. Der Film ist ruhig und dialogorientiert inszeniert. Jugendliche ab 16 Jahren haben dabei aufgrund ihres kognitiven Entwicklungsstands kein Problem, der Handlung zu folgen und die satirischen und sozialkritischen Elemente zu verstehen. Auch die massiven und blutigen Gewalthandlungen im Finale des Films sind für Zuschauende ab 16 Jahren als Teil der satirisch-überhöhten Dramaturgie und der gesellschaftskritischen Botschaft erkennbar und können entsprechend verarbeitet werden. Eine desorientierende oder nachhaltig ängstigende Wirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Tommaso und der Tanz der Geister, I/GB/USA 2019
Filmplakat: Tommaso und der Tanz der Geister
Drama über einen alternden amerikanischen Filmemacher, der mit seiner Familie in Rom lebt, wo er an einem neuen Projekt arbeitet und eine Selbsthilfegruppe besucht. Doch das gefestigte Leben entgleitet ihm, und er verliert sich zusehends in bizarren Tagträumen. Der Film ist sehr ruhig inszeniert und behandelt philosophische Fragestellungen um Identität und Lebenssinn. Jugendliche ab 12 Jahren können der Geschichte folgen, wobei es ihnen auf Grund der sehr erwachsenen Themen leicht fällt, eine emotionale Distanz zu wahren. In den Traumsequenzen kommt es mehrfach zu gewalttätigen Situationen, die sich kaum einordnen lassen. Sie sind jedoch als irreale Träume erkennbar und die Darstellungen bewegen sich in einem Rahmen, der Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert. Beeinträchtigungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 06.02.2020

21 Bridges, USA 2019
Filmplakat: 21 Bridges
Actionthriller über einen New Yorker Polizisten, der gegen Korruption in den eigenen Reihen ermitteln soll und so bald zwischen die Fronten und außerdem in einen Zwiespalt zwischen Loyalität und Integrität gerät. Der Film ist mit typischen Genreelementen erzählt, dramatische, actionreiche Passagen wechseln dabei immer wieder mit ruhigeren. Sein Protagonist wird als moralisch aufrechte und mutige Figur in Kontrast zu ambivalenten bis negativen Charakteren gesetzt. Die eindringlich inszenierten Gewaltszenen fallen teils drastisch, auch exzessiv aus, was Kinder unter 16 Jahren überfordern kann. 16-jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, die Genremechanismen zu durchschauen. Die ruhigen Passagen und der gelegentliche Humor ermöglichen ihnen, sich ausreichend zu distanzieren und das Geschehen zu hinterfragen. Eine Ängstigung oder sozialethische Desorientierung ist für diese Altersgruppe auszuschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn, USA 2020
Filmplakat: Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn
Die Comicverfilmung erzählt von der schrillen Heldin Harley Quinn, die sich nach der Trennung von ihrem Freund Joker in Gotham City beweisen muss und gemeinsam mit ihrer Frauen-Gang dem Bösewicht Black Mask gegenübersteht. Der Film weist viele typische Elemente seines Genres auf und ist betont bunt und überdreht inszeniert, mit vielen Zeitlupen und einem rasanten Pop-Soundtrack. Die Figuren sind allesamt ambivalent, zwischen gewalttätig und cool angelegt, was im Zusammenspiel mit der Beiläufigkeit einiger Gewalt- und Tötungsszenen samt launigen Kommentaren eine Desorientierung bei unter 16-Jährigen bewirken kann. 16-Jährige können sich aufgrund ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung aber ausreichend von der Gewalt wie auch vom oft vulgären Sprachgebrauch distanzieren. Die artifizielle Inszenierung und die deutliche Fiktionalität der Filmwelt bieten ihnen ausreichend Entlastung, sodass für sie kein Risiko einer Überforderung oder Desorientierung besteht.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

COMA, RUS 2019
Filmplakat: COMA
Science-Fiction-Film über einen Architekten, der sich nach einem Unfall in einer surrealen Parallelwelt wiederfindet, in der die physikalischen Gesetze der realen Welt außer Kraft gesetzt sind. Diese Parallelwelt besteht aus den Erinnerungen aller Koma-Patienten und wird von mörderischen Wesen beherrscht. Gemeinsam mit einer Gruppe von Widerstandskämpfern begibt der Protagonist sich auf die Suche nach einem Ausgang. Der Film ist für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren leicht als vollkommen realitätsferne Science-Fiction erkennbar. Es gibt zwar einige Kampf- und Bedrohungsszenen, doch diese wirken surreal verfremdet und enthalten keine Gewalthandlungen, die Zuschauende ab 12 Jahren ängstigen können. Zudem überwiegt insgesamt eine ruhige Erzählweise, sodass Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren genug Gelegenheit zur Entlastung bekommen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Enkel für Anfänger, D 2020
Filmplakat: Enkel für Anfänger
Komödie über ein Seniorenpaar, das nach neuen Aktivitäten sucht und sich gemeinsam mit einem Freund als "Leih-Großeltern" regelmäßig um drei "Leih-Enkel" kümmert – vermittelt durch eine Agentur. Dadurch werden sie auch mit den sehr unterschiedlichen Lebenssituationen der Eltern konfrontiert und geraten in zahlreiche chaotische Situationen. Der Film hat eine heitere Grundstimmung und es gibt keine Konfliktsituationen, die Kinder ab 6 Jahren überfordern könnten. Eine leicht dramatische Szene, in der eines der Kinder durch eine Nussallergie in Gefahr gerät, wird schnell aufgelöst, sodass auch hier bei Kindern im Grundschulalter keine nachhaltige Ängstigung zu befürchten ist.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Intrige, F 2019
Filmplakat: Intrige
Historiendrama über die sogenannten Dreyfus-Affäre: Der junge jüdische Offizier Alfred Dreyfus wird Anfang 1895 in Paris wegen Hochverrats angeklagt und auf eine Insel im Atlantik verbannt wird. Dann aber mehren sich die Hinweise, dass Dreyfus Opfer einer antisemitischen Intrige wurde. Der Film ist ruhig und dialogorientiert inszeniert. Vereinzelt gibt es leicht dramatische Situationen (z.B. ein Duell, einen Suizid im Gefängnis und Tumulte im Gerichtssaal). Diese Szenen sind jedoch kurz gehalten und bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht ängstigt oder überfordert. Auch die antisemitische Haltung vieler Figuren kann von Zuschauenden ab 12 Jahren in den historischen Kontext eingeordnet und angemessen hinterfragt werden, zumal die historischen Charaktere nicht zur Identifikation einladen. Negative Vorbildwirkungen lassen sich daher ebenso ausschließen, wie anderweitige Beeinträchtigungen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The Lodge, USA/GB 2019
Filmplakat: The Lodge
Psychothriller über eine junge Frau, die mit den Kindern ihres Verlobten in einer eingeschneiten Waldhütte die Tage vor Weihnachten verbringt. Die Isolation bringt nicht nur persönliche Konflikte, sondern auch schwere frühere Traumata ans Licht. Die Inszenierung konzentriert sich auf das minimalistische Setting und das Zusammenspiel der Figuren und baut in einem Wechsel aus realistischen Passagen und Traumszenen eine zunehmend beklemmende Atmosphäre auf. Die drastische Eskalation der Ereignisse und die ambivalente, einige Fragen bewusst offenlassende Erzählweise können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren emotional überfordern. 16-Jährige haben aber bereits genug Medienerfahrung, um diese Aspekte in den Genrekontext einzuordnen, sich ausreichend zu distanzieren und das Geschehen eigenständig zu bewerten. Eine Beeinträchtigung ist für 16-Jährige auszuschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben



 
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