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Freigabebegründungen

Kinostart am 30.07.2020

Auf der Couch in Tunis, F/TN 2019
Filmplakat: Auf der Couch in Tunis
Tragikomödie über eine junge Psychoanalytikerin, die nach dem "Arabischen Frühling" von Paris in ihre tunesische Heimat zurückkehrt und eine Praxis eröffnet – was eine sehr große Resonanz, doch auch einige Irritationen hervorruft. Der Film konzentriert sich in ruhiger Erzählweise auf die selbstbewusste Protagonistin, stellt aber auch einfühlsam die Eigenheiten ihrer Patienten und des Umfelds heraus. Konflikte werden temperamentvoll, bisweilen mit derbem Ton ausgetragen, auch eine handgreifliche Auseinandersetzung kann Kinder im Vorschulalter emotional überfordern. Doch 6-jährige können diese Momente bereits in den Kontext einordnen und relativieren. Ihnen geben die positive Grundstimmung des Films sowie die starke Hauptfigur stets guten emotionalen Halt bis zum absehbaren Happy End. Obwohl der Film sich an ein erwachsenes Publikum richtet, ist daher keine Beeinträchtigung für Schulkinder zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Master Cheng in Pohjanjoki, SF/VRC/GB 2019
Filmplakat: Master Cheng in Pohjanjoki
Melancholische Komödie über einen chinesischen Koch, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem jungen Sohn in ein Dorf in Lappland reist, um einen alten finnischen Freund zu suchen. Diesen findet er zwar nicht, dafür aber eine Anstellung als Koch. Schon bald begeistert er die zunächst skeptischen Einheimischen mit seinen kulinarischen Kreationen. Der Film ist sehr ruhig inszeniert und es gibt keine dramatischen Situationen, die Kinder ab 6 Jahren ängstigen oder irritieren könnten. Die anfängliche Traurigkeit des Sohnes über den Tod der Mutter und seine Einsamkeit in der Fremde sind für Grundschulkinder nachvollziehbar und emotional gut verkraftbar. Zudem bessert sich die Situation bald und mündet in ein Happy-End. Beeinträchtigungen sind daher bei Kindern ab 6 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

The King Of Staten Island, USA 2019
Filmplakat: The King Of Staten Island
Mischung aus Komödie und Drama über einen jungen Mann, der mit 24 Jahren immer noch seinem früh verstorbenen Vater nachtrauert und keine Perspektive für sich findet. Erst als seine Mutter einen neuen Freund hat, kommt Bewegung in sein Leben. Der Film ist überwiegend ruhig und mit zahlreichen typischen Komödienelementen erzählt. Er konzentriert sich auf die sympathische, einfühlsam gezeichnete Hauptfigur und Dialogszenen. Einzelne dramatische Passagen, der gelegentlich derbe Sprachgebrauch sowie beiläufig gezeigter Drogenkonsum können Kinder unter 12 Jahren überfordern. Doch 12-jährige sind bereits in der Lage, diese Aspekte den Figuren und dem Kontext zuzuordnen und sich zu distanzieren. Auch weil der Film eine eindeutig positive Entwicklung seines Protagonisten nahelegt, besteht für diese Altersgruppe kein Risiko einer Desorientierung oder sonstigen Überforderung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 23.07.2020

Als wir tanzten, GO 2019
Filmplakat: Als wir tanzten
Drama über einen jungen Tänzer, der dafür trainiert, ins Nationalballett von Georgien aufgenommen zu werden. Ausgerechnet zu seinem größten Konkurrenten fühlt er sich sexuell hingezogen – ein Tabu in dem von Homophobie geprägten Umfeld. Der Film ist weitgehend ruhig erzählt und von einer ernsten Atmosphäre geprägt. Die Handlung konzentriert sich auf das genau gezeichnete Milieu und den sympathischen, starken Protagonisten, der jungen Zuschauenden Identifikationsmöglichkeiten bietet. Die zunehmende Bedrohung durch das intolerante Umfeld und die teils vulgäre, von Homophobie und Sexismus geprägte Sprache können Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre sind jedoch in der Lage, diese Aspekte dem Kontext und den Figuren zuzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen bieten die ruhigen Passagen, das Selbstbewusstsein der Hauptfigur und deren Unterstützung durch Freunde ausreichend Halt, sodass sie den Film ohne Überforderung verarbeiten können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Edison - Ein Leben voller Licht, USA/GB/GUS 2017
Filmplakat: Edison - Ein Leben voller Licht
Das Drama basiert auf wahren Ereignissen und erzählt vom so genannten "Stromkrieg" zwischen Thomas Alva Edison und George Westinghouse, die in den 1890er Jahren um die Macht über das US-amerikanische Stromnetz konkurrieren. Episodisch nach der Chronologie der Ereignisse gegliedert und mit opulenter Ausstattung schildert der Film die Auseinandersetzung der Wissenschaftler mit Fokus auf deren unterschiedliche Charaktere. Lediglich einzelne Momente, die Gewalt darstellen bzw. thematisieren, können Kinder im Vorschulalter überfordern. Da die Inszenierung aber durchgehend zurückhaltend ist und viele ruhige und erklärende Passagen für Entlastung sorgen, können Kinder ab 6 Jahren diese Aspekte bereits verarbeiten. Obwohl sich ihnen sicher manche Aspekte des Films noch nicht erschließen, besteht für diese Altersgruppe kein Risiko einer Überforderung.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

OUT OF PLAY - DER WEG ZURÜCK, USA 2020
Filmplakat: OUT OF PLAY - DER WEG ZURÜCK
Mischung aus Sportdrama und Charakterstudie über einen ehemaligen Highschool-Basketballstar, der nach einem Schicksalsschlag dem Alkohol verfallen ist. Als neuer Coach an seiner alten Schule erhält er die Chance, von seiner Sucht loszukommen und seine persönlichen Dämonen hinter sich zu lassen. Der Film thematisiert die Alkoholabha¨ngigkeit der Hauptfigur auf eindringliche Weise, ohne sie je zu verharmlosen. Die negativen Folgen werden meist unmittelbar gezeigt. Auch die stellenweise derbe Sprache findet fast immer in Zusammenhang mit Trunkenheit statt und wird in keiner Weise verherrlicht. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind in der Lage, der Geschichte zu folgen und das problematische Verhalten der Hauptfigur entsprechend einzuordnen. Das hoffnungsvolle Ende hat zudem eine entlastende Wirkung. Eine emotionale Überforderung kann daher ebenso ausgeschlossen werden, wie eine negative Vorbildwirkung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Schwarze Milch, MNG 2020
Filmplakat: Schwarze Milch
Drama über eine in Deutschland aufgewachsene Mongolin namens Wessi, die nach Jahren ihre Schwester in der Mongolei besucht. Damit treffen auch zwei höchst unterschiedliche Kulturen aufeinander. Die emanzipierte Wessi verändert sich, aber sie verändert auch die traditionelle Nomadengemeinschaft. Der Film ist ruhig inszeniert und wirkt stellenweise dokumentarisch. Vereinzelt gibt es emotional intensive Szenen, so sind zum Beispiel (reale) Schlachtungen von Tieren zu sehen. Auch die patriarchalischen Machtverhältnisse in der Nomadengemeinschaft werden deutlich thematisiert, gipfelnd in einer Vergewaltigung. Für Jugendliche ab 12 Jahren stellt diese Szene momentweise eine emotionale Herausforderung dar, von einer Überforderung ist jedoch nicht auszugehen. Diese Altersgruppe ist in der Lage, die Szene in den gesellschaftskritischen Handlungskontext einzuordnen und emotional zu verarbeiten. Zudem ist die Vergewaltigung klar negativ dargestellt. Auch sonst wird die männliche Dominanz hinterfragt und kritisiert – und schrittweise verändert. Eine überfordernde oder desorientierende Wirkung kann daher bei Jugendlichen ab 12 Jahren ausgeschlossen werden.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

The VIGIL - DIE TOTENWACHE, USA 2019
Filmplakat: The VIGIL - DIE TOTENWACHE
Horrorfilm über einen jungen New Yorker, der sich nach dem Tod seines kleinen Bruders von seiner chassidischen Gemeinde getrennt hat, um ein Leben abseits dieser zu führen. Als er bei einem verstorbenen Mitglied der Gemeinde Nachtwache am Totenbett halten soll, wird er mit einem Dämon konfrontiert, der von ihm Besitz ergreifen will. Der Film hat eine intensive, unheimliche Atmosphäre und enthält eindringliche Schreckmomente, alptraumhafte Szenen und Bedrohungssituationen. Jugendliche ab 16 Jahren sind jedoch auf Grund ihrer Medien- und Genreerfahrung in der Lage, den Film als realitätsferne Horrorgeschichte zu verstehen, die Szenen entsprechend einzuordnen und eine emotionale Distanz zu wahren. Auch der Zusammenhang des Dämons mit den Themen Traumabewältigung, Schuld, Sühne und Holocaust ist für Zuschauende ab 16 Jahren durchschaubar und wirkt nicht überfordernd. Nachhaltige Ängstigungen oder andere negative Wirkungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Yummy, B 2019
Filmplakat: Yummy
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe



 
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