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Freigabebegründungen

Kinostart am 07.11.2019

Das Wunder von Marseille, F 2019
Filmplakat: Das Wunder von Marseille
Nach einer wahren Begebenheit erzählt der Film die Geschichte des späteren Schachweltmeisters Fahim Mohammad: Als Achtjähriger kommt er mit seinem Vater als Flüchtling aus Bangladesh nach Frankreich. Dort erkennt ein berühmter Schach-Trainer das Talent des Jungen, doch es droht die Ausweisung. Der Film ist ruhig und dialogorientiert inszeniert. Im Mittelpunkt stehen positive und sympathische Figuren. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands in der Lage, die geschilderten Konflikte und Nöte zu verstehen und zu verarbeiten. Vereinzelt gibt es dramatische und emotional intensive Szenen, aber auch diese können von Zuschauenden ab 12 Jahren angemessen eingeordnet werden und bewegen sich in einem Rahmen, der sie nicht emotional überfordert. Darüber hinaus trägt das positive Ende zur Entlastung bei.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Fünf Dinge, die ich nicht verstehe, D 2018
Filmplakat: Fünf Dinge, die ich nicht verstehe
Drama über einen 15-Jährigen, der mit seinem alleinerziehenden Vater, Bruder und Großmutter auf einem Bauernhof aufwächst. Zuhause findet er wenig Aufmerksamkeit, und als er sich in seine beste Freundin verliebt, verunsichert ihn das zutiefst. Die Coming-of-Age-Geschichte ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf die sensibel gezeichnete Hauptfigur sowie die bäuerliche Alltagsroutine. Trotz des jungen Alters des Protagonisten bietet der Film Kindern und Jugendlichen nur wenige Anknüpfungspunkte. Einzelne dramatische und bedrohliche Momente können zwar Kinder im Vorschulalter überfordern, doch schon 6-jährige sind in der Lage, diese Momente in den Kontext der Handlung einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Auch die melancholische Grundstimmung können sie verarbeiten, da der Film ihnen mit Naturbildern und der Ruhe und Zurückhaltung der Inszenierung genug Entlastung bietet. Eine Beeinträchtigung ist für Schulkinder nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Im Niemandsland, D 2019
Filmplakat: Im Niemandsland
Drama über die Liebe zwischen einem Jungen aus der DDR und einem Mädchen aus der Bundesrepublik kurz nach dem Mauerfall, deren Beziehung unter dem Streit ihrer Eltern leidet – denn die einen leben im Haus, das den anderen einst enteignet wurde. Der Film erzählt seine Geschichte über die Wiedervereinigung mit viel Zeitkolorit, temporeich und mit Dialogwitz. Die beiden Protagonisten sind einfühlsam und differenziert gezeichnet. Zwar können mehrere dramatische Situationen wie etwa ein Autounfall oder körperliche Auseinandersetzungen Kinder unter 12 Jahren irritieren und emotional überfordern, doch 12-Jährige sind problemlos in der Lage, diese Aspekte in den Kontext der Geschichte einzuordnen. Auch das historische Setting ermöglicht ihnen die Distanzierung, während das positive und starke Liebespaar ihnen emotionalen Halt gibt. Eine Beeinträchtigung ist für 12-jährige nicht anzunehmen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Lara, D 2019
Filmplakat: Lara
Drama über eine Frau, die an ihrem 60. Geburtstag einem wichtigen Konzert ihres Sohnes entgegenfiebert, der nicht zuletzt auf ihr Betreiben hin Pianist geworden ist. Doch sie scheint dort nicht willkommen. Die Geschichte über eine so ehrgeizige wie störrische Frau ist zurückhaltend sowie ruhig inszeniert und konzentriert sich ganz auf die Figuren. Die Themen des Films richten sich an Erwachsene, weshalb sich Kindern kaum Anknüpfungspunkte bieten und die tragischen wie dramatischen Aspekte für sie undeutlich bleiben. Daher entfaltet die melancholisch-bedrückende Grundstimmung auch für die jüngsten Zuschauer keine schädigende Wirkung. Mit seiner ruhigen Erzählweise und dem Verzicht auf jegliche drastischen Inszenierungsmittel ist der Film schon für Kinder im Vorschulalter ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Midway - Für die Freiheit, USA 2019
Filmplakat: Midway - Für die Freiheit
Im Jahr 1942 spielender Kriegsfilm über die Schlacht zwischen Amerika und Japan bei den Midway-Inseln, bei der es um die militärische Vormacht im Pazifik ging. Der Film zeigt diverse Protagonisten, aus deren Perspektiven die Geschehnisse gezeigt werden. Im Vordergrund stehen die bildgewaltigen Kampfhandlungen und die heldenhaft inszenierten US-Kampfpiloten, die gegen eine große japanische Übermacht antreten müssen. Im Zuge der zahlreichen Kriegs- und Actionszenen sind mehrfach getötete Zivilisten und Soldaten zu sehen. Jugendliche ab 16 Jahren sind allerdings fähig, diese Bilder in den Handlungskontext zu stellen und ohne Überforderung zu verarbeiten. Auch die einseitige Heldendarstellung der Amerikaner kann von Zuschauern ab 16 Jahren in den historischen Zusammenhang gestellt und kritisch hinterfragt werden. Eine desorientierende Wirkung ist daher nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Recep Ivedik 6, TR 2019
Filmplakat: Recep Ivedik 6
Komödie über zwei Freunde, die zu einem Fest ins türkische Konya reisen wollen. Durch einen Irrtum des Reisebüros fliegen sie jedoch nach Kenia, wo sie sich auf eine Safari-Tour begeben und schließlich in den Konflikt zweier rivalisierender Stämme verwickelt werden. Der Film ist bunt gestaltet und von einem schrillen, klamaukartigen Humor geprägt. In den Dialogen kommt es immer wieder zu vulgären Beschimpfungen. Allerdings bietet die Geschichte Kindern im Grundschulalter keine Identifikationsfiguren und auch sonst kaum emotionale Anknüpfungspunkte. Dadurch können sie eine Distanz von den Geschehnissen wahren, weshalb auch die rüde Sprache keine nachhaltige Wirkung entfaltet. Damit sind Beeinträchtigungen bei Kindern ab 6 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

The Report, USA 2019-0
Filmplakat: The Report
Das auf wahren Begebenheiten beruhende Politdrama erzählt die Geschichte von Daniel Jones, der als Leiter eines US-Untersuchungsausschusses die Foltermethoden der CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September aufdeckte. Der Film ist insgesamt ruhig und dialogstark inszeniert. Als Kontrast dazu sieht man vor allem in der ersten Filmhälfte mehrere Einsätze von Folter; darüber hinaus werden grausame Verhörmethoden sprachlich benannt. Diese Szenen können für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine emotionale Herausforderung darstellen, von einer nachhaltigen Überforderung ist aber nicht auszugehen: Das Mitgefühl liegt stets auf Seiten der Opfer, die Gewalt wird strikt abgelehnt, und als moralische Instanz dient die integre Figur des Daniel Jones. Zudem bieten die zahlreichen Dialogszenen, in denen die Geschehnisse sachlich-kritisch diskutiert werden, Zuschauern ab 12 Jahren Gelegenheit zur Entlastung und fördern die emotionale und intellektuelle Verarbeitung.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE, I 2018
Filmplakat: UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE
Komödie über eine Lehrerin, die nebenher aber auch als Weihnachtshexe unterwegs ist. Als sie eines Tages von einem fiesen Spielzeugfabrikanten entführt wird, setzen ihre Schülerinnen und Schüler alles daran, sie zu befreien. Der Film vermischt Abenteuer- und Fantasy-Elemente auf kindgerechte Weise und ist bunt, schwung- und humorvoll inszeniert. Gut und Böse sind klar unterschieden. Zwar können Kinder im Vorschulalter von einzelnen dramatischen und bedrohlichen Situationen überfordert werden, doch bereits 6-Jährigen erschließt sich, dass die Geschichte in jedem Fall gut ausgehen wird. Sie finden jederzeit genug Rückhalt und Entlastung in der starken Protagonistin und der mutigen Kindergruppe sowie den klaren positiven Botschaften des Films. Eine Beeinträchtigung ist für Schulkinder auszuschließen.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Zombieland: Doppelt Hält Besser, USA 2019
Filmplakat: Zombieland: Doppelt Hält Besser
Fortsetzung des komödiantischen Horrorfilms "Zombieland" von 2009: In einer von Zombies beherrschten Welt sind die vier Hauptfiguren auf der Suche nach einem sicheren Zuhause. Dabei müssen sie nicht nur die Angriffe von neu mutierten Superzombies überstehen, sondern sich auch mit Problemen und Konflikten innerhalb der Gruppe auseinandersetzen. Der Film ist klar als übertriebene und realitätsferne Mischung aus Zombiekomödie und Endzeitfilm erkennbar. Die Kampfszenen, bei denen die Zombies oftmals auf drastische Weise getötet werden, erinnern in ihrer stilisierten Ästhetik an Computerspiele. Dies erleichtert es Jugendlichen ab 16 Jahren, eine emotionale Distanz zu wahren. Darüber hinaus bieten zahlreiche humorvolle Momente Zuschauern ab 16 Jahren Gelegenheit zur Entlastung. Der Film macht zudem deutlich, dass sich die Gewalt nicht gegen Menschen richtet. Die Protagonisten finden auch kein Gefallen am Töten, sondern sie handeln in Notwehr. Eine sozialethisch desorientierende oder desensibilisierende Wirkung auf Jugendliche ab 16 Jahren lässt sich daher ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 31.10.2019

Cinayet Süsü, TR 2019
Filmplakat: Cinayet Süsü
Krimikomödie über ein chaotisches Polizeiteam, das eine rätselhafte Mordserie aufklären soll, bei der die Toten stets künstlerisch drapiert aufgefunden werden. Der Film ist von einem überzeichneten und teils schwarzen Humor geprägt, bei dem die Unfähigkeit des Ermittler-Trios und die Verschrobenheit der Charaktere im Vordergrund steht. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienkenntnisse in der Lage, den Film als skurrile Komödie zu verstehen, und auch leicht makabre Szenen (z.B. die Darstellung der Mordopfer) angemessen einzuordnen und zu verarbeiten. Auch die zum Teil sexualisierte und derbe Sprache kann von Zuschauern ab 12 Jahren in den überzogenen Kontext einer Komödie eingeordnet werden, sodass eine desorientierende Vorbildwirkung nicht zu befürchten steht.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Das perfekte Geheimnis, D 2019
Filmplakat: Das perfekte Geheimnis
Mischung aus Drama und Komödie über ein Abendessen unter Freunden, bei dem die sieben Teilnehmer beschließen, alle eingehenden Handy-Nachrichten laut vorzulesen und alle Telefonate über Lautsprecher zu führen. Was als lustiges Spiel beginnt, stellt die Freundschaften und Liebesbeziehungen bald auf die Probe. Der Film ist ruhig inszeniert, enthält aber eine Vielzahl sexualisierter Dialoge mit teilweise derben Beleidigungen. Die vulgäre Sprache wird jedoch negativen Figuren zugeordnet, sodass eine negative Vorbildwirkung bei Jugendlichen ab 12 Jahren nicht zu befürchten ist. Auch sonst können junge Zuschauer ab 12 Jahren die Themen und Konflikte nachvollziehen und angemessen einordnen, wobei die gezeigte Erwachsenenwelt ihnen kaum emotionale Anknüpfungspunkte bietet. Beeinträchtigungen lassen sich daher in jeder Hinsicht ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Halloween Haunt, USA 2019
Filmplakat: Halloween Haunt
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

Invisible Sue, D 2019
Filmplakat: Invisible Sue
Der Abenteuerfilm mit Science-Fiction-Elementen erzählt von einer 12-Jährigen, die sich nach einem Laborunfall unsichtbar machen kann. Als ihre Mutter entführt wird, nutzt sie diese Fähigkeit, um sie zu finden – wobei sie sich selbst in Gefahr bringt. Der Film erzählt temporeich, aber auch mit Humor eine Geschichte mit vielen kinder- und jugendaffinen Themen, in der die Protagonistin und ihre Freunde zu starken wie gewitzten Identifikationsfiguren werden. Einzelne bedrohliche Passagen können Kinder im Vorschulalter überfordern, doch bereits 6-Jährige sind in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen bieten die Hauptfiguren und die positive Grundstimmung ausreichend emotionalen Halt, mit den – stets zurückhaltend inszenierten - düsteren Aspekten der Story umzugehen. So können Kinder im Schulalter sich mit Themen wie Mobbing, Freundschaft und Suche nach der eigenen Identität auseinandersetzen, ohne dass die Gefahr einer Beeinträchtigung besteht
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

LAST FERRY, USA 2019
Filmplakat: LAST FERRY
Drama über einen jungen New Yorker Anwalt, der auf die queere Partyinsel Fire Island reist, um seine Homosexualität auszuleben. Mit K.o.-Tropfen betäubt und ausgeraubt, wird er noch im benebelten Zustand Zeuge eines Mordes. Er verliebt sich in seinen Retter, der jedoch selbst mit dem Mord zu tun hat. Der kammerspielartige Film ist in einem künstlich wirkenden Stil inszeniert und stellt die Romanze der beiden Hauptfiguren in den Vordergrund. Die Kriminalgeschichte dient eher als Rahmenhandlung. Sexuelle Handlungen sind zurückhaltend inszeniert und wirken auf jugendliche Zuschauer in keiner Weise überfordernd. Zuschauer ab 16 Jahren sind auch fähig, die angedeutete Mordszene, die moralisch ambivalenten Figuren und das unklare Ende angemessen zu hinterfragen und zu verarbeiten. Negative Wirkungen lassen sich bei dieser Altersgruppe ausschließen.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Merhaba Güzel Vatanim, TR 2019
Filmplakat: Merhaba Güzel Vatanim
Filmbiografie über das Leben des berühmten türkischen Dichters und Dramatikers Nazim Hikmet (1902-1963), das mit dem Lebensweg des 1960 geborenen Schriftstellers Ahmet Ümit verflochten wird. Im Zentrum stehen das Ringen beider Protagonisten um eine politisch-ideologische Heimat, ihre Erfahrungen mit der realen Politik und ihr künstlerischer Schaffensprozess. Der Film ist dialogorientiert, und in einem ruhigen, teilweise dokumentarisch wirkenden Stil inszeniert. Vereinzelt gibt es dramatische Szenen (z.B. bei gewaltsamen Demonstrationen), die aber im Kontext der Gesamthandlung keine übermäßig belastende oder ängstigende Wirkung auf Kinder ab 6 Jahren entfalten. Davon abgesehen bietet der Film Kindern im Grundschulalter kaum emotionale Anknüpfungspunkte, was eine Distanzierung zu den Geschehnissen erleichtert. Beeinträchtigungen lassen sich daher ausschließen
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Porträt einer jungen Frau in Flammen, F 2019
Filmplakat: Porträt einer jungen Frau in Flammen
Das Historiendrama spielt im 18. Jahrhundert und erzählt von einer Malerin, die eine junge Frau aus gutem Hause vor ihrer Heirat porträtieren soll. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesbeziehung, von denen beide wissen, dass sie endlich ist. Der Film ist überwiegend ruhig erzählt und konzentriert sich auf die feinfühlig gezeichneten Protagonistinnen. Szenen, die Themen wie Sex, Abtreibung oder Suizid behandeln, sind zurückhaltend inszeniert und oft nur in Dialogen angedeutet. 12-jährige können dies dem Kontext der Geschichte zuordnen und sich dank des deutlich historischen Settings und der vielen ruhigen, entlastenden Passagen ausreichend distanzieren.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Scary Stories to tell in the dark, USA 2019
Filmplakat: Scary Stories to tell in the dark
Das Horrordrama erzählt von einer Gruppe Teenager, die dem Fluch eines Mädchens auf die Spur kommen, das einst von seinen Eltern versteckt und gefoltert wurde. Die Entdeckung ihres geheimen Buchs bringt die Jugendlichen in höchste Gefahr. Die von Beginn an betont düstere Geschichte mit lang anhaltendem Spannungsbogen ist mit vielen rätselhaften Szenen und Schreckmomenten erzählt und weist einzelne drastische Horrorbildern auf, was durch die effektvoll zuspitzende Inszenierung Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren emotional überfordern kann. 16-Jährige sind aber auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, die typischen Genremechanismen zu durchschauen und sich ausreichend zu distanzieren. Auch aufgrund der positiven und starken Hauptfiguren finden sie genug Halt, um den Film ohne Überforderung zu verarbeiten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Skrupellos – Im Netz der Macht, D 2018
Filmplakat: Skrupellos – Im Netz der Macht
Der Thriller erzählt von einem Journalisten, der schon länger im Falle der Machenschaften einer Privatbank recherchiert. Als mehrere Mitglieder der Banker-Familie ermordet werden, wird er selbst in deren rätselhafte Verstrickungen hineingezogen. Der Film ist überwiegend ruhig, in düsterer Atmosphäre und distanzierter Bildsprache erzählt und baut seine Spannung langsam auf. Einzelne Rückblenden durchbrechen die ansonsten chronologische Erzählung. Einzelne dramatische und bedrohliche Passagen sowie Bilder von Mord und Gewalt können Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern und ängstigen. Doch schon 12-Jährige sind aufgrund ihrer Medienerfahrung in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Für sie ist die Handlung nachvollziehbar, sodass sie die düsteren Aspekte in den Kontext einordnen können. Da die Gewaltszenen nie explizit ausgespielt werden und immer wieder ruhige Passagen und die zurückhaltende Inszenierung für Entlastung sorgen, können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Zwingli - Der Reformator, 2018
Filmplakat: Zwingli - Der Reformator
Das Historiendrama spielt im Jahr 1519, als in Zürich Ulrich Zwingli auf den Plan tritt und der Machtpolitik der katholischen Kirche und dem strafenden Gottesbild ein Konzept von Nächstenliebe und Vergebung entgegensetzt, was bald dramatische Folgen hat. Der Film zeichnet ein eindringliches Bild der Epoche und ihrer Auseinandersetzungen und entfaltet trotz der überwiegend ruhigen Erzählweise mit vielen Dialogen eine teils intensive Spannung, die im Zusammenspiel mit düsteren Darstellungen der Pest und von Hinrichtungen Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern kann. 12-Jährige sind aber auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, mit diesen Aspekten umzugehen. Das historische Setting erleichtert ihnen die Distanzierung zum Geschehen und die positive Hauptfigur bietet Halt und Orientierung. Da auch Gewaltszenen eher zurückhaltend inszeniert sind, kann diese Altersgruppe den Film ohne Beeinträchtigung verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



 
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