
Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) veröffentlicht das 70. Ausgabe des Filmstatistischen Jahrbuchs. Das Datenkompendium für die gesamte Filmverwertungskette.
Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen bietet das Filmstatistische Jahrbuch einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Daten der Teilbranchen. Auch Arbeitsmarktdaten und internationale Vergleichszahlen führt das Jahrbuch auf.
Nach Jahren der Anpassung an ein verändertes Nutzungsverhalten zeigt sich nun deutlicher denn je, dass die Branche nicht zu alten Gewissheiten zurückkehren wird, sondern sich auf einen dauerhaft veränderten Markt einstellen muss. Künstliche Intelligenz durchdringt zunehmend alle Stufen der Wertschöpfungskette – von der Drehbuchentwicklung über die Postproduktion bis hin zur Vermarktung – und wirft dabei ebenso große Chancen wie ungeklärte Rechtsfragen auf. Zugleich bleibt die wirtschaftliche Lage vieler Akteure angespannt: Steigende Produktionskosten treffen auf ein Publikum, dessen Aufmerksamkeit sich weiter fragmentiert. Dies erfordert von der Branche sowohl Innovationsbereitschaft als auch ein klares regulatorisches Fundament, um kreative Arbeit und Investitionen auch künftig verlässlich zu schützen und zu fördern.
Filmproduktion: Seit drei Jahren ist der Umfang der Kinofilmproduktion relativ konstant. Es gibt es ein gleichbleibendes Level um die 220 Filme.
Kino: Beim Kinobesuch gab es 2025 einen Zuwachs von 2,0%, an der Kinokasse, ein Plus von 6,4% gegenüber 2024. Nachdem der Trend so aussah, als würde sich das Kinogeschäft nach Corona auf ein Niveau deutlich unter dem vorpandemischen einpendeln, lassen die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 auf Besseres hoffen: Deutlich mehr Besucher und Umsatz.
Filmexport: Die Anzahl der im Ausland ausgewerteten deutschen Filme zeigt seit 2020 ein starkes lineares Wachstum.
Home-Video: Der kräftige Anstieg im Homevideomarkt in den letzten 10 Jahren, primär getrieben durch das rasante Wachstum von SVOD, flacht sich allmählich ab. Eine gewisse Sättigung scheint erreicht.
Beschäftigung: Seit drei Jahren ist die Anzahl der Erwerbstätigen in der Filmwirtschaft leicht rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank sie um 1,4%.