Die SPIO betont in ihrer Stellungnahme zum Diskussionsentwurf zu Auftrag und Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk der wichtigste Auftraggeber für Produzente*innen in Deutschland ist. Sie weist darauf hin, dass die Budgets pro Filmproduktion rückläufig sind, obwohl die Volumina gleichblieben.

Den Diskussionsentwurf kritisiert die SPIO in vielerlei Hinsicht: Der Auftrag ist vage formuliert und soll sich nun an der Finanzierung orientieren, ein Paradigmenwechsel, der gegen geltendes EU-Recht verstoßen könnte. Es fehlt eine Begründung zu den textlichen Veränderungen des Medienstaatsvertrages, die vor- und nachgelagerten Märkte finden keine Berücksichtigung, die Verweildauern werden verlängert, Spielfilme und Serien sollen ohne Sendungsbezug erworben und Möglichkeiten, Programme auf kommerzielle Drittplattformen zu verlagern, geschaffen werden. Schließlich wird ohne Not die “Unterhaltung” aus der Schwerpunktsetzung gestrichen.

SPIO-Position
Vorschlag der Rundfunkkommission
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