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Freigabebegründungen

Kinostart am 20.01.2022

Benden Ne Olur, TR 2022
Filmplakat: Benden Ne Olur
Romantische Komödie über eine durchschnittliche junge Frau, die aller Welt beweisen will, was wirklich in ihr steckt. Nach allerlei Turbulenzen und Rückschlägen findet sie nicht nur zu sich selbst, sondern auch die Liebe. Der Film hat eine heitere und positive Grundstimmung. Vereinzelt gibt es leicht vulgären Sprachgebrauch, der jedoch im Gesamtkontext keine nennenswerte Wirkung entfaltet. Negative Wirkungen lassen sich bei allen Altersgruppen rundweg ausschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

CHARLATAN, CZ 2020
Filmplakat: CHARLATAN
Biographisches Drama über den Wunderheiler Jan Mikolášek, der in der Tschechoslowakei der 1950er Jahre zur Berühmtheit aufstieg und auch in Kreisen der Kommunistischen Partei geschätzt wurde – bis er in Ungnade fiel und vom Heiler zum Scharlatan erklärt wurde. Der Film erzählt seine Geschichte nah an den Fakten und konzentriert sich in überwiegend ruhiger Erzählweise ganz auf seine differenziert gezeichnete Hauptfigur. Einige bedrohliche und dramatische Szenen mit Gewaltdarstellungen sowie Darstellungen von Verletzungen und Leiden können im Kontext der oft düsteren Atmosphäre Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren emotional überfordern. Jugendliche ab 16 Jahren sind dagegen auf der Basis ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext und den politischen Hintergrund einzuordnen. Ihnen bietet das historische Setting ausreichend Abstand vom Geschehen, zudem sorgen ruhige und dialogzentrierte Passagen immer wieder für Entlastung. Eine Beeinträchtigung ist für 16-Jährige nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Effigie – Das Gift und die Stadt, D 2019
Filmplakat: Effigie – Das Gift und die Stadt
Das historische Justiz-Drama erzählt nach Tatsachen von einer der ersten identifizierten weiblichen Serienmörderinnen der Geschichte: Als im Jahr 1828 eine Reihe von Giftmorden Bremen erschüttert, halten die Ermittler die Witwe Gesche Gottfried zunächst für ein potenzielles Opfer, bevor sie selbst zur Verdächtigen wird. Die Geschichte ist anhand zweier Frauen erzählt, der Mörderin sowie einer Gerichtsschreiberin, und zeichnet ein Porträt der damaligen Stadtgesellschaft. Die nüchterne und theatralisch anmutende Inszenierung weist einzelne dramatische Passagen und Darstellungen von Leiden und Tod auf, die Kinder unter 12 Jahren irritieren und ängstigen können. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind bereits in der Lage, mit diesen Aspekten umzugehen. Ihnen bieten die ruhige Erzählweise und die ausführlichen Dialoge vor dem historisch entrückten Hintergrund jederzeit genug Distanzierungsmöglichkeiten, sodass keine Überforderung anzunehmen ist.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

IN LIEBE LASSEN, F 2021
Filmplakat: IN LIEBE LASSEN
Das Drama erzählt von einem 40-jährigen Schauspiellehrer, der die Diagnose erhält, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Zunächst weigert er sich, die Wahrheit zu akzeptieren. Erst seine Mutter sowie ein Onkologe schaffen es in einem längeren Prozess, ihn zur Auseinandersetzung damit zu bringen. Der Film ist überwiegend ruhig, auf die Figuren konzentriert erzählt und über weite Strecken von melancholischer Atmosphäre geprägt. Die ungeschönte Thematisierung von Abschiednehmen und Tod sowie einige Szenen mit Darstellungen starken Leidens können aufgrund ihrer emotionalen Intensität Kinder unter 12 Jahren überfordern. 12-Jährige können aber diese Aspekte in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Die differenzierte, lebensbejahende Haltung des Films sowie die ruhige, sanfte Erzählweise bieten dieser Altersgruppe genug Halt, um ihn ohne Beeinträchtigung verarbeiten zu können.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

München - Im Angesicht des Krieges, GB 2021
Filmplakat: München - Im Angesicht des Krieges
Im Herbst 1938 spielendes Historiendrama: Der britische Premierminister Chamberlain reist nach München, um den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu verhindern. Vor diesem Hintergrund werden ein deutscher Diplomat und ein britischer Beamter, die einst Jugendfreunde waren, in ein Netz aus Intrigen verstrickt. Der Film ist dialogorientiert inszeniert und bezieht seine Dramatik nicht aus Action oder Gewaltszenen. Er enthält allerdings zahlreiche verbale Bedrohungen sowie Schilderungen von Gewaltanwendung. Es gibt eine Prügelei und vereinzelt kommt es zu antisemitischen Beschimpfungen. Diese sind jedoch klar im Kontext des Nazi-Regimes verortet und werden negativ dargestellt. Jugendliche ab 12 Jahren können den historischen Hintergrund der Geschichte nachvollziehen und die Geschehnisse entsprechend einordnen. Negative Vorbildwirkungen oder Überforderungen sind nicht zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Niemand ist bei den Kälbern, D 2021
Filmplakat: Niemand ist bei den Kälbern
Das Drama erzählt von einer jungen Frau, die in der mecklenburgischen Provinz mit ihrem Freund einen Bauernhof betreibt, aber eigentlich ausbrechen möchte. Ihr tiefer Frust treibt sie immer wieder zum Alkohol und in eine Affäre mit einem Ingenieur. Die Geschichte verdeutlicht in emotional dichter Darstellungsweise die Lebenssituation und emotionale Lage der Protagonistin, die sehr ambivalent gezeichnet ist. In dem bedrückenden Kontext können einzelne Darstellungen von Gewalt, einvernehmlichem, doch aggressivem Sex, der häufige Alkoholkonsum sowie der teils derbe Sprachgebrauch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. 16-Jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung jedoch in der Lage, diese Aspekte den Figuren zuzuordnen. Die ruhige Erzählweise und die nie voyeuristische oder selbstzweckhafte Inszenierung erleichtern zudem die Distanzierung. So besteht für 16-Jährige kein Risiko einer übererregenden oder desorientierenden Wirkung.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

Nightmare Alley, USA 2021
Filmplakat: Nightmare Alley
Im Jahr 1940 spielender Thriller über einen Gedankenleser, der die Menschen manipuliert und für seine Zwecke einspannt. Mit Unterstützung einer undurchschaubaren Psychiaterin will er einen mächtigen Millionär betrügen, nicht ahnend, dass seine Partnerin ganz eigene Pläne hat. Der Film hat eine düstere Atmosphäre und enthält zahlreiche verbale Bedrohungen sowie mehrere Gewalt- und Tötungsszenen, die teilweise deutlich bebildert sind. Allerdings werden diese Szenen nicht reißerisch ausgespielt und können von Jugendlichen ab 16 Jahren in den Kontext der Geschichte eingeordnet werden. Der historische Spielort und die teils stilisierte Inszenierung erleichtern zudem eine Distanzierung von den Geschehnissen. Überforderungen sind daher bei Zuschauer*innen ab 16 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

SING - DIE SHOW DEINES LEBENS, USA 2021
Filmplakat: SING - DIE SHOW DEINES LEBENS
Fortsetzung des Animationsfilms "Sing" von 2016: Die aus sprechenden Tieren bestehende Musiktruppe um einen Koala will mit einer neuen Show berühmt werden. Dafür benötigen die Freunde jedoch die Unterstützung eines legendären Löwen-Rockstars, der sich aus dem Showgeschäft zurückgezogen hat. Der Film ist hell und bunt gestaltet und die Geschichte bleibt auch für Kinder im Vorschulalter verständlich. Vereinzelt gibt es dramatische oder bedrohliche Situationen, die jedoch stets schnell aufgelöst und oft humorvoll gebrochen werden. Zahlreiche humorvolle Szenen und Musikeinlagen bieten jungen Zuschauer*innen zudem genug Entlastungsmöglichkeiten. Nachhaltige Ängstigungen lassen sich daher bei allen Altersgruppen ausschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

The World Champion, RUS 2021
Filmplakat: The World Champion
Im Jahr 1978 spielendes Drama über den sowjetischen Schachgroßmeister Anatoly Karpov, der seinen Titel gegen seinen einstigen Lehrmeister Viktor Korchnoy verteidigen muss, der inzwischen in den Westen geflüchtet ist. Dadurch bekommt das Duell eine politische Dimension. Der Film ist ruhig, bedächtig und dialogorientiert inszeniert. Es gibt vereinzelte, wenig dramatische Szenen mit Ritterkämpfen, die das Schachspiel symbolisieren sollen. Diese Szenen entfalten jedoch im Kontext der Gesamthandlung keine nachhaltige Wirkung. Kinder ab 6 Jahren sind problemlos fähig, diese Szenen zu verkraften, zumal der Film ihnen keinerlei emotionale Anknüpfungspunkte bietet.
FSK ab 6 FSK ab 6 freigegeben

Freigabebegründungen

Kinostart am 13.01.2022

Égalité, D 2021
Filmplakat: Égalité
Familiendrama über einen Vater, dessen 14-jährige Tochter nach einer scheinbar harmlosen Mandeloperation blind erwacht. Die Ärzte können sich den Fall nicht erklären, doch der Vater steigert sich immer mehr in den Glauben, dass die Wahrheit vertuscht werden soll. Dadurch gerät er in eine dramatische Abwärtsspirale. Der Film enthält einige intensive Konflikt- und Bedrohungssituationen. Es werden emotionale Zusammenbrüche gezeigt und es kommt wiederholt zu Vulgärsprache. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können diese Szenen in den Kontext der tragischen Familiengeschichte einordnen und aufgrund ihres psychosozialen Entwicklungsstands problemlos verarbeiten. Eine emotionale Überforderung oder andere negative Wirkungen lassen sich daher ausschließen.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille, F 2019
Filmplakat: Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille
Sozialdrama über einen frisch entlassenen Häftling, der seiner verzweifelten Tochter, deren Ehemann und der kurz zuvor geborenen Tochter helfen will, finanziell über die Runden zu kommen. Dieses Vorhaben wird jedoch von allerlei Rückschlägen erschwert. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und die sozialkritischen Aspekte der Geschichte angemessen reflektieren. Drogenkonsum ist einer eindeutig negativen Figur zugeordnet und vereinzelte Sexszenen werden nur angedeutet. Es gibt vereinzelt Szenen mit körperlicher Gewalt, die jedoch ebenfalls zurückhaltend bebildert und schlüssig in die Dramaturgie eingebunden sind. Zuschauer*innen ab 12 Jahren können auch diese Szenen in den gesellschaftskritischen Kontext einordnen und problemlos verarbeiten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben

Lunana. Das Glück liegt im Himalaya, BHT 2020
Filmplakat: Lunana. Das Glück liegt im Himalaya
Drama über einen jungen Lehrer in Bhutan, der eigentlich nach Australien gehen will, jedoch in ein entlegenes Bergdorf im Himalaya versetzt wird. Anfangs hadert er mit den Entbehrungen, doch dann lassen ihn die dortigen Begegnungen seine Versetzung in ganz anderem Licht sehen. Die Geschichte über die Entdeckung des Glücks in der Einfachheit der Existenz ist ruhig erzählt, konzentriert sich auf die Figuren und zeigt viele Landschaftsbilder. Die Inszenierung weist dabei selbst für jüngste Zuschauer*innen keinerlei Belastungspotenzial auf. Kurze dramatische Momente und die seltene Verwendung von Kraftausdrücken gehen in der ansonsten harmonischen Erzählweise auf. Die Betonung positiver Werte sorgt zusätzlich für Orientierung und emotionalen Halt. Eine Beeinträchtigung ist daher bereits für Kinder im Vorschulalter auszuschließen.
FSK ab 0 FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Pleasure, S/NL/F 2021
Filmplakat: Pleasure
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Kinospielfilm eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
FSK ab 18 FSK ab 18 /Keine Jugendfreigabe

SCREAM, USA 2021
Filmplakat: SCREAM
Fünfter Teil der Horrorfilmreihe: 25 Jahre nach den Morden von Woodsboro treibt ein neuer Killer in "Ghostface"-Maske sein Unwesen und nimmt eine Gruppe von Teenagern ins Visier. Drei Überlebende der alten Mordserie treten deshalb wieder miteinander in Kontakt, um den Killer zu stoppen. Der Film arbeitet mit genretypischen Spannungs- und Schreckmomenten. Es kommt zu einer Reihe von Tötungen, die teils drastisch bebildert sind. Jugendliche ab 16 Jahren sind auf Grund ihrer Medienerfahrung in der Lage, den Film als lebensferne Horrorgeschichte zu betrachten und die Gewaltszenen entsprechend zu verarbeiten. Deutliche Überzeichnungen, satirische Brüche und ironische Dialoge über Horrorfilm-Klischees erzeugen eine emotionale Distanz zu den Geschehnissen. Eine sozialethisch desorientierende oder desensibilisierende Wirkung ist daher bei Jugendlichen ab 16 Jahren nicht zu befürchten.
FSK ab 16 FSK ab 16 freigegeben

SPENCER, GB/D/USA/RCH 2021
Filmplakat: SPENCER
Das Drama spielt im Dezember 1991 und erzählt vom letzten Weihnachtsfest, das Diana, Prinzessin von Wales, bürgerlich Spencer, mit der königlichen Familie verbringt. Während ihre Ehe bereits kaputt ist, ringt Diana mit der Entscheidung, das Königshaus ganz hinter sich zu lassen. Der Film konzentriert sich auf die Hauptfigur, die unter den Zwängen ihres Lebens als Prinzessin leidet, und schildert die Begebenheiten ganz aus ihrer Perspektive. Dabei kann die eindrückliche Darstellung ihres depressiven Zustands im Zusammenspiel mit einzelnen dramatischen Passagen, drastischem Sprachgebrauch sowie der Thematisierung von Selbstverletzung Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren emotional übermäßig belasten. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind hingegen in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen. Die ruhige Erzählweise sowie das historische Setting fern ihrer Lebensrealität sorgen ebenfalls für Distanzierungsmöglichkeiten. So ist für diese Altersgruppe keine Überforderung zu befürchten.
FSK ab 12 FSK ab 12 freigegeben



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